15. Februar 2014

Rezension: Gone - Verloren (von Michael Grant)

Infos zum Buch
Autor: Michael Grant
Preis: 17,99 € (Hardcover)
Seiten: 512
Verlag: Ravensburger (Link führt zur Taschenbuch-Ausgabe)
"Gone"-Reihe:
1. Verloren
2. Hunger
3. Lügen
4. Rache
5. Angst
6. Licht

Kurzbeschreibung
Ein schrecklicher Unfall. Ein tödlicher Countdown. Ein Albtraum, aus dem es kein Erwachen gibt...
Sam ist auf der Flucht. Gewalt und Chaos regioeren in Perido Beach, seit alle Erwachsenen wie vom Erdboden verschwunden sind. Es tobt ein Kampf ums Überleben. Zu seinem Entsetzen muss Sam feststellen, dass es kein Entrinnen gibt: Eine unüberwindbare Barriere umschließt die Stadt...

Eigene Zusammenfassung des Inhalts
Es passiert einfach so: Von einem Moment auf den anderen sind in der Kleinstadt Perido Beach alle verschwunden, die älter als 15 sind. Sam sieht mit an, wie sein Geschichtslehrer einfach verpufft, und ahnt, dass schreckliche Dinge passieren werden. Als die Stadt schon bald unter der Kontrolle von Schlägern und Psychopathen ist, versuchen er und seine Freunde, die Stadt zu verlassen, doch Perido Beach ist von einer Barriere umgeben, die jedem, der sie berührt, die Haut versengt. Und als wäre das noch nicht genug, entwickeln einige der Kinder in der Stadt gefährliche, übermenschliche Fähigkeiten...

Meine Meinung
Eins vorweg: Gone hat mir nicht immer nur gut gefallen. Es könnte passieren , dass die Rezension etwas wirr wird, aber ich versuche, mein Bestes zu geben...
Das Cover ist schlicht; einzig der kleine Mensch, der die Öffnung des O im Titel Gone darstellt, fällt auf. Mehr als auffällig und ziemlich cool ist dagegen der neongelbe, farblich passende Buchschnitt.

Die Geschichte in Gone hat mir sehr gut gefallen. Keine Erwachsenen, eine Mauer um die Stadt, der Kampf ums Überleben und all die Emotionen, die dabei wach werden und zum Teil überkochen. Gone ist stellenweise sehr brutal und grausam, aber dennoch nachvollziehbar, weil es immer Leute gibt, die zu schlimmen Dingen fähig sind. Dennoch, in diesem Buch werden Menschen von Kojoten gebissen, ihre Hände werden einbetoniert und manche werden auch angekokelt, um nur mal ein paar Dinge aufzuzählen. Einige der Kinder entwickeln auch besondere Fähigkeiten; Sam, der Protagonist, kann zum Beispiel Lichtstrahlen aus seinen Händen schießen; einige Figuren beherrschen auch Telekinese, können einfach so Feuer entfachen oder in Überschallgeschwindigkeit rennen.

Die Charaktere waren am Anfang sehr stereotypisch und klischeehaft, was mich gestört hat, weil sie so sehr voraussehbar wurden. Aber etwa nach der Hälfte des Buches wurden sie irgendwie tiefgründiger und konnten mich oft überraschen, erschrecken und hin und wieder auch zum Lachen bringen.
Sam, der Protagonist, ist der geborene Held und Anführer und trotzdem eine bodenständige, oft unsichere und emotionale Figur. Seine Freunde sind ihm sehr wichtig und er trifft seine Entscheidungen trotz seiner Unsicherheit wohlüberlegt. Ich mochte ihn zwar, aber ich glaube einfach, dass der Autor ihn erst in den nächsten Bänden richtig "ausformt", weil mir manchmal das gewisse Etwas gefehlt hat.
Dann gibt es Astrid, das Genie, die mich am Anfang einfach nur genervt hat und am Ende immernoch, aber etwas weniger. Ich finde solche Besserwisser schon im echten Lebnen schlimm genug und will ihnen nicht auch noch in Büchern begegnen müssen.
Caine ist das genaue Gegenteil von Sam und der Oberbösewicht des Buches, auch wenn er garantiert nicht der böseste Typ ist.
Der böseste Typ ist nämlich der Schläger Drake. Er ist ein sadistischer, schießwütiger Psychopath und meine bisherige Lieblingsfigur,weil er unberechenbar und immer für eine Überraschung gut ist. Trotzdem ist er gruselig... :-)
Zwar wird hauptsächlich aus Sams Perspektive erzählt, doch all diese und noch ein paar andere Figuren kommen zum Zug und erzählen die Geschichte aus der Er-/Sie-Perspektive und einfacher Vergangenheit. Das fand ich zunächst etwas verwirrend, weil ich mir nicht merken konnte, was jetzt wem passiert ist, aber irgendwann wurde es besser.

Das Gone brutal ist, habe ich oben schon geschrieben. Was mich aber irritiert hat, ist dass es sich so selten auf die Atmosphäre ausgewirkt hat, die manchmal zu leicht wirkte. Dafür war sie an anderen Stellen, bedingt durch Ekel oder Schreckmomente, sehr gruselig, trotzdem hat das Gesamtbild meinen Lesefluss manchmal etwas gestört.
Der Schreibstil des Autors wirkte zu Anfang extrem einfach und abgehackt, was mich ebenfalls verwirrte. Aber irgendwann war er nur noch einfach und passte sehr gut zu der actiongeladenen Handlung und erleichterte es mir, mich zu konzentrieren.

Fazit

Gone ist kein perfektes Buch. Der Schreibstil wirkte am Anfang oft abgehackt und die Atmosphäre verwirrte mich nicht nur einmal. Aber während des Lesens ist etwas passiert. Ich habe mich gut in der Welt von Gone eingelebt und mich an die Figuren gewöhnt. Ich fand es schwer, das Buch nach dem Beenden in dem Wissen zuzuklappen, Sam und Astrid und Drake und die anderen bis zum nächsten Teil nicht wiederzusehen. All die Gefühle im Buch haben mich schlichtweg überwältigt, aber auf eine gute Art. Ich werde dieses Buch so schnell nicht vergessen, das weiß ich jetzt schon. Und deshalb vergebe ich 3,5 von 5 Schmetterlingen.

Kommentare:

  1. Die Story hört sich richtig gut an *-* Mal segen, vllt. lese ich es irgendwann mal ^^
    Deine Rezi ist richtig gut gelungen ;)

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    1. Ich kann dir das Buch auf jeden Fall empfehlen. Mir sind halt ein paar Sachen aufgefallen, aber sonst fand ich es gut :-)

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  2. Hi!
    So ähnlich ging mir das damals auch beim Lesen. Und ich finde Gone auch so brutal, am Anfang hat mich das sehr irritiert und geschockt. Die Charaktere sind sehr interessant, aber Astrid ist auch nie einer meiner Lieblingscharaktere geworden. Aber du hast so recht mit der Aussage das Caine nicht der grussligste Typ ist.
    Der Teil wurde übrigens verflimt, allerdings hat er es nie nach Europa geschafft.

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    1. Ja, es ist echt brutal :(
      Ich kann Astrid einfach nicht leiden. Und Caine fand ich irgendwie... lahm. Dagegen ist Drake echt ein oberfieser gruseliger Typ, und das ist mal was anderes, finde ich.
      Was? Das wurde verfilmt? Wie cool :-)

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  3. Tolle Rezension! Ich glaube ich hab dir noch gar nicht gesagt, wie schön ich deinen Blog finde? Jedenfalls mag ich den Hinntergrund richtig gern♥
    Ich mag Florences Stimme auch sehr gern:)
    Liebe Grüße und hab einen wundervollen Tag!
    <3
    Catherine

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    1. Danke :))) Ich glaub, ich würde den Hintergrund im Leben nicht nochmal so hinkriegen, wie er jetzt ist...
      Jaaaaaa! Ihre Stimme ♥

      Dir auch liebe Grüße und noch einen schönen Sonntag :-)

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